News: Welpen da

letzte Aktualisierung am 17.12. 2011

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Irish valiant hero

Bei uns ist ein neues Hundebaby eingezogen, “Cadice of Pewittground”. Sie möchte Ihrer ehemaligen Hunde- und Menschenfamilie von ihrem neuen zu Hause berichten.


Hallo Ihr lieben Daheimgebliebenen,

ich möchte Euch von meinem neuen Leben berichten. Ich wohne jetzt in Schömberg 13 .
Mein Name wurde geändert in "Krokodil ".Dabei bin ich doch gar nicht grün .Wer weiß?

Ich lebe jetzt mit 3 großen IW`s zusammen. Sugar (9 Monate) ist meine beste Freundin .Am liebsten Spiele ich mit Ihr Keulchenbeissen. Ich passe gut unter ihren Bauch und ihre wunderschönen Beine sind einfach zum Anbeissen. Wenn sie faul rumliegt ,klettere ich elegant auf ihren Kopf und knappere an ihren Ohren. Die sind lecker! Manchmal spiele ich auch 5 Minuten mit Pflegehund Diamond. Dann ist Sugar ganz schnell eifersüchtig und drängt ihn weg. Na ja, wir sind doch schließlich die Freundinnen.

Fionnuala ist Rudeloberhaupt. Bei ihr trau ich mir solche Sachen nicht. Wenn die mal tief Luft holt, verschluckt sie mich noch aus Versehen. Finn ist eine große ältere Dame vor der alle Kniefälle machen. Na so weit werde ich es nicht kommen lassen. Den gehörigen Respekt habe ich, mehr aber auch nicht.
Manchmal gibt es hier auch Lebendspielzeug. Irgendwelche Pensionshunde verschiedener Rassen die zu Besuch sind. Ich habe die alle gut im Griff. Wenn ich denen zeige, wie man Ohren locht schreien die total laut rum. Und dann meckert Marina laut rum. Alles Spielverderber!
Hier gibt es immer lecker Essen. Zum Nachtisch bekommen alle Hunde Erdbeeren aus Marinas Garten. Als Vorspeise genehmige ich mir heimlich Himbeeren frisch vom Strauch. Muss doch keiner wissen.

Vorgestern gab es für alle 6 anwesenden Hunde Riesenknochen. Jeder Hund hat sich mit seinem Knochen in eine andere Ecke des Hofes verzogen. Hier gibt es ja mehr als Platz! Aber als gut erzogenes Kind hatte ich nach 2 Stunden alle Knochen eingesammelt, und damit ein schönes Häufchen auf dem Teppich vor der Haustür gestapelt. Da hättet Ihr die 2-Beiner hier mal strahlen sehen sollen.

Feierabend heute . Ich bin müde. Andermal mehr Neues .

Liebe Grüsse Eure Candy

 

          Einschleimen bei Finn                              “Alles meins”


Hallo,

 neue Nachrichten von Candy.

Nett daß ihr die Ahnentafel geschickt habt. Leider war diese Mühe umsonst. Ich hatte den Brief schon zwichen den Zähnen, da wurde er mir weggerissen. Ihr hättet eben einen Einschreibebrief mit persönlicher Übergabe schicken sollen. Marina ist sehr egoistisch und eignet sich alles an. Eure Unterschrift zum Besitzerwechsel fehlt auch noch. Da kann sie ja, demHimmel sei Dank, sowiso nichts mit den Papieren anstellen .

 Ansonsten gefällt es mir hier sehr gut. Manches ist ungewohnt, aber ich bin doch flexibel. Meinen Mitbewohnern werde ich schon noch richtiges Verhalten beibringen.

Marina hat hier alles sehr schön bepflanzt. Die anderen Hunde sind total ignorant. Sie achten das überhaupt nicht. Deshalb mein Entschluß: Candy hilft Marina.

Gestern habe ich ein Loch gegraben, einige Himbeerruten ausgerissen und zwei Röschen (Marinas Lieblingsrosen ) geköpft, Über Nacht hat sich mein Arbeitseifer noch gesteigert und ich habe heute Morgen bei den Kletterrosen gleich mal zwei Triebe unten gepflückt. Die Blütenblätter sind jetzt dekorativ auf dem Boden angeordnet. Marina ist, was ich nicht wusste, absolut nicht teamfähig und möchte keinesfalls mit mir zusammenarbeiten. Sie hat mich schimpfend davongejagt. Da fallen dann Sätze wie:

 „Du kommst zum Chinesen.“ (Ob die meinen Arbeitseifer besser anerkennen?)

 „Heute Abend gibt es Hund am Spiess.“ (Wo sie die wohl so schnell hernehmen will, den Hund und den Spiess…)

 „Dich soll doch der Blitz beim Sch… treffen.“ (Wie ordinääär! Auserdem wird der Prozentsatz derer, die der Blitz wirklich beim Sch… trifft, verschwindend gering sein.)

 Zu all dem wird auch noch verlangt, daß die Hunde fern vom Haus ihr „Geschäft“ verrichten. Die Zweibeiner haben eigene Toiletten in jeder Etage und wir sollen in eine stinkende Ecke gehen. Wenn keiner aufpasst, mache ich schnell in der Futterküche oder vor der Haustür meine Pfützen. Ätsch! Ausgetrixt!

 Seit Gestern ist Tini, eine 8 Monate alte, große Teenagerhündin zu Besuch. Sie wurde vom Hundepsychologen geschickt und soll Selbstbewußtsein aufbauen. (Ob ich wohl aus dem selben Grund hier bin?)

Zur Eingewöhnung wollte ich mit ihr Keulchenbeißen spielen, das kann ich schon gut. Dazu musste ich sie durchs ganze Grundstück jagen um mir die Keulchen einzufangen. Dabei habe ich ihr gleich gezeigt, wo es lang geht. Am Abend hat sie ihr Futter regelrecht reingeschlungen und kam dann meinem Napf verdächtig nahe. Jetzt weiß sie, wie schnell meine spitzen Milchzähne zuschnappen können.

Vor Junjor Richard hat Tini große Angst.

Ich habe natürlich längst erkannt, daß der völlig ungefählich ist. Seine Freundin Nadine (eigentlich kein Hundenarr) hat ihr Herz für mich entdeckt, weil ich so klein und niedlich bin. Die hat eben keine Ahnung, was mir die Zeit an Größe noch bringen wird. Sie beschützt mich vor Richard und passt auf, daß sich die großen Hunde für meine „herzlichen Neckereien„ nicht zu grob revanchieren. Dann redet sie auch noch in Babysprache mit mir. Dabei ist das doch pädagogisch total überholt.

Nadine habe ich schon da wo ich sie will! Mein 1. Erfolg !

 P.S.: Mit den Rosen arbeite ich natürlich weiter. Ich lass mich doch nicht aus dem Team mobben.

 Liebe Grüsse Candy


Hallo,

 neues von Candy.

„Du bist nun fast vier Monate alt, also ist es Zeit, daß wir das Dorf kennenlernen.“, so wurde ich gestern von Marina begrüsst.

„ Wieso wir? Ich denke, du wohnst schon 30 Jahre hier?“

Marina leinte mich an und maschierte zum Tor. Ich stemmte die Beine an, senkte den Kopf und bockte. Dann legte ich mich flach auf den Boden. Alles Weigern half nichts. Sie zerrte mich vom Hof und ich musste mit.

Das Dorf war wirklich sehenswert! Eine Straße, 30 Häuser auf beiden Seiten verteilt,das wars ?!

Auf dem Rückweg gab es Probleme. Marina fand unser Haus nicht wieder. Vier mal ist sie vorbeigelaufen. Ich wollte ihr den Weg zeigen und zog in Richtung Tor. Aber sie maschierte weiter und zog mich mit. Irgendwann fanden wir dann doch wieder Heim. War ich froh, als ich meine großen Freunde wiedersah. Ich habe ein gutes Zuhause gefunden und hätte es durch solch einen Unsinn fast wieder verloren.

 P.S.: Fleißig bin ich immer noch. Die zartrosa Rosen habe ich komplett geköpft. Marina hat vor Freude darüber ihre dummen Sprüche vergessen.

Jetzt ist sie sprachlos! Wau !

 M.f.G. Candy

    Andreas meint: “Da wurde wohl ein Pferd eingekeuzt”


Hallo ihr Lieben,

 Ich möchte mich wieder einmal bei euch melden.

In Schömberg 13 wohnen auch zwei Katzen, Frieda und Pauline. Sie wurden vor zwei Jahren als Minibabys hier aufgenommen und somit vor dem Tod gerettet. Die beiden fressen wie große Raubtiere, sind aber trotzdem klein und mickrig für ihr Alter.

Sugar rennt denen immer hinterher. Obwohl sie unglaublich schnell ist, fängt sie keine Katze.

Da geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu. Die Katzen haben Sugar bestimmt verhext!

 Mich interessieren die weniger. Ich bin da mehr der praktische, arbeitssame Typ.

Katzen befassen sich doch nur mit niederen Dingen wie Spielen, Faulenzen und Mäuse fangen. Dann liegen diese fetten Wühlmäuse überall rum und wir können sie wegräumen.

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, die Katzen haben keine Ahnung von der Pflanzenwelt und dürfen in den Gemüsegarten. Sie kümmern sich weder um Boden, Beeren oder Blumen und haben trotzdem Sonderrechte.

Wir Hunde wollten heute unbedingt bei der Himbeerernte helfen und haben uns nicht davon abbringen lassen. Da lockte uns Marina ganz hinterhältig in ein großes Gefängniss und sperrte uns darin ein. Dieser Knast wird sonst für Hunde genutzt, die unsozial sind und sich nicht mit uns und den Anderen vertragen. Gemeinheit! Wir waren doch ganz ruhig und friedlich bei der Ernte.

Total ungerecht ist auch, daß wir Hunde im Größenverhältniss zu den Katzen weniger Futter erhalten. Was denen so zugesteckt wird, „das geht auf keine Kuhhaut“.

Da könnte man Existenzangst bekommen. Na wenigstens gab es als Ausgleich, wieder die leckeren Riesenknochen. Toll! Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich habe den Kleinsten davon abbekommen. Trotz aller Bemühungen, war keiner bereit zu tauschen. Ich glaube, die haben gelernt, leider das Falsche! EGOISTEN!!!

 Die Kletterrose ist jetzt auch im Knast.

Was die blos ausgefressen hat?

Andreas hat aus Maschendraht ein Gefängnis ringsrum gebaut.Das sieht villeicht blöd aus. Einfach geschmacklos und unästhetisch. Der hat eben keine Ahnung von der Schönheit dieser Blumen.

Ich könnte das besser. Die hätten mich mal machen lassen sollen!

Aber macht Euch keine Sorgen ich halte schon durch.

 In der Hoffnung auf wieder schönere Zeiten

Eure Candy

 P.S.: Wenn Nadine nach Hause kommt, laufe ich ihr schnell entgegen und schaue ihr tief in die Augen. Dann bleibt sie wie hypnotisiert stehen. Einfach toll wie das funktioniert. Ich werde bestimmt mal ein großer Magier! Eine kleine Hexe bin ich jetzt schon!


18.05.2008

Hallo liebe Ex-Familie,

heute wurde ich schon vor dem Frühstück als „Mistvieh“ betitelt. Frechheit!

Am Wochenende war großes Mittelalterspektakel auf der Osterburg. Wir haben leider gefehlt. Da dachte ich mir, das können wir auch zu Hause haben. Fange ich doch gleich mal mit der Deko an. Aus Mangel an Binsen habe ich die Blätter der Wasserschwertlilien geerntet und gekonnt auf dem Boden verteilt. Das kommt einem mittelalterlichen Binsenboden sehr nahe. Nur Marina war anderer Meinung. Erst hat sie mich angemeckert und dann ausgelacht weil ich „so dumm gucke“. Na die müsste sich mal sehen, nach meinen Aktivitäten. Die macht noch so lange, bis ich ihr überhaupt nichts mehr helfe. Irgendwann bin ich auch so faul und abgestumpft wie die großen Hunde hier im Haus.

Viele Grüsse Eure liebe und fleissige Candy

P.S. Ich benutze jetzt die Hundetoilette. Der klügere gibt nach !!! Manchmal, wenn ich will!


20.07.2008

Hallo,

es gibt Neues zu berichten.

Gestern, ich war gerade wieder mal auf Beerenjagd, genau gesagt: Himbeeren. Plötzlich packte mich eine Hand im Genick. Das ging so schnell, ich schaffte es nicht mehr zu protestiern. Dazu ein eiskaltes „Nein“ aus Marinas Mund. Finn, die höhrig ist wie ein Schäferhund stand sofort über mir und brummte mich an. Ich wagte nicht, mich zu bewegen. Finn ist doch nur neidisch, weil ich mir meine Leckereien in Eigeninitiative besorge, was sie sich nicht traut. Sie wartet immer geduldig, bis sie etwas von ihrer Freundin Marina abbekommt. Bei so langen Wartezeiten hätte ich Angst zu verhungern. Erstaunlich ist nur, obwohl mir hier so wenig gegönnt wird, daß ich an Größe und Gewicht zugelegt habe. Muss wohl an der Luft liegen.

 Dafür hat mich Marina verteidigt, als wir heute beim Spaziergang einen mittelgroßen Hund mit „Dame“ trafen. War der wohlerzogen! Ich wollte mit ihm toben und schüttelte an seinem Halsband. Der Große quieckte (villeicht vor Glück?). Dafür tobte die Dame. Allerdings anders.

Welch ein Glück, daß meine neue Familie und meine neuen Freunde nicht so verklemmt sind!

Zuhause war als Ausgleich für den verpatzten Spatziergang ein kleines Match angesagt. Beim Toben habe ich mir eine Kampfverletzung zugezogen. Wer das war, ist nicht mehr herauszufinden. Präziese gearbeitet hat derjenige jedenfals. Genau an der Spitze vom rechten Ohr ist ein 5mm langer Schlitz. Hat gar nicht wehgetan. Nur Marina kam gleich ganz aufgeregt mit einem Spray angerannt. Wenn sie sich besser fühlt dabei.

Jetzt bin ich ein „ECHTES SCHLITZOHR“!

 In Zukunft werde ich zufriedener sein und nicht mehr so viel meckern. Sonst lande ich auch noch bei so einer Dame die mich zum Plüchklops mutieren lässt.

 Mein Entschluss, hier bleibe ich!

Ich würde mich über jede Antwort auf meine Briefe freuen! E-Mail

Viele Grüsse Candy                                                                                                       hier geht wieder zum Anfang...


07.09.2008

Hallo meine Lieben,

eigentlich hatte ich mir vorgenommen, euch mit meinen Abenteuern in Ruhe zu lassen. Aber einige meiner Freunde fragen ständig nach, wie es mir geht. Ich soll doch wieder mal von mir hören lassen.Also, ich habe beschlossen, mein Leben in geordnete Bahnen zu lenken.

Die Gärtnerei gebe ich auf. Meine Berufung ist es KFZ-Mechaniker zu werden. Diese Erkenntnis kam mir, als Richards Motoradtransporthänger auf dem Hof rumstand. Ein bischen Bastelarbeit und die Rückstrahler waren demontiert und in viele kleine Teile zerlegt. Ein Zusammenbau war nicht mehr möglich. Ein Grund weiterzulernen!

Samstagabend kam Richard wieder mal spät vom Motocross nach Hause. Auto und mein Übungshänger blieben auf dem Hof stehen. Zum Wegräumen keine Zeit - oder er wollte mir Gelegenheit geben, meine handwerklichen Fähigkeiten zu erweitern?

Sonntagmorgen fand er dann nicht aus dem Bett. Ich war natürlich ausgeschlafen und bereit zum Arbeiten. Also fing ich schon mal an. Die Rückstrahler waren noch nicht erneuert, demzufolge kein sinnvolles Übungsobjekt und so habe ich mich über die Rücklichter hergemacht. Das wäre auch noch eine Steigerung der Anforderungen. Keine leichte Aufgabe, aber ich habe sie gemeistert. Nichts ist an den Teilen mehr gebrauchsfähig. Natürlich arbeite ich wie immer gründlich und erledige beide Seiten, rechts und links.

Eine Woche später…

Es ist Samstagmorgen.

Heute habe ich das erste mal an Richards Auto gearbeitet. Nach mehreren Praktikumsstunden am Übungshänger kann man sich schon mal an verantwortungsvollere Aufgaben heranwagen. Richard wollte wie immer zum Motocross. Da dachte ich mir, muss doch nicht gleich alle Welt wissen, wo der herkommt. Am besten ich entferne die Nummernschilder, dann ist er anonym. Die Kunststoffhalterung hatte ich bereits abmontiert, als Marina mit dem Frühstück kam. Das geht vor. Arbeit fallen lassen und Essen fassen!

Ich wollte gerade weiterarbeiten, plötzlich entdeckte Andreas die Halterung: „Was liegt denn hier?“ (blöde Frage!) Nach einigen Minuten hatte er endlich raus, wo das Teil hingehört. Mehr Ahnung von Autos als ich, hat hier mit Sicherheit, keiner im Haus. Rumgemeckert hat er trotzdem, wahrscheinlich weil er nicht so schnell war beim Anbringen des Teils, wie ich bei der Demontage. Neid!

Ich bin schon ein geniales Naturtalent!

In diesem Sinne:

Frohes Schaffen! Und einen schönen Feierabend!

Eure Candy 

P.S.: Es ist Sonntagmorgen.

Endlich habe ich es geschafft. Das Nummernschild ist komplett mit der gesammten Halterung entfernt und in Einzelteile zerlegt. Richards Gesicht hättet ihr mal sehen sollen. Schade, daß ich seine Gedanken nicht lesen kann. Er ist bestimmt neidisch über meine großartigen Fertigkeiten. Gegen 8:30 Uhr wollte er wegfahren. Das schafft er aber nicht so ganz. Zuvor benötigt sein Auto eine neue Halterung um das Nummernschild anzubringen. Nadine ist die einzige, die meine Fähigkeiten anerkennt. Stolz hat sie gleich Beweisfotos von meiner Arbeit gemacht.


hier geht wieder zum Anfang...

Hallo kleine Candy, 

begeistert und belustigt las ich deine Briefe an die Verwandtschaft – erinnerten sie mich doch sehr an meine eigene Kindheit. Deshalb habe ich mich auch entschlossen, dir heute zu schreiben. Sicher kannst du noch etwas lernen, wenn du meine Zeilen liest. (Übrigens wird es Zeit, dass größere Tastaturen für den PC in den Handel kommen - man wird ja irre hier, mit der vielen Fummelei.)

Nun fragst du dich wohl, wer dir hier schreibt!?

Ich bin Kyra, eine majestätische Hundedame im besten Alter. Geboren wurde ich vor mehr als vier Jahren genau dort, wo du jetzt wohnst. Die gute Finn ist nämlich meine Mama. Und so verbrachte ich meine sorglose Baby- und Kleinkindzeit bei den Heinikes in Schömberg. Wir waren damals acht Geschwister (den Richard gar nicht mitgezählt), ganz schön stressig, sag ich dir!

Und glaube ja nicht, dass es so unwahrscheinlich ist vom Blitz beim Schei ...benkleister anrühren getroffen zu werden! Mich hat’s im zarten Alter von 10 Wochen glatt erwischt: Nur zum Piseln bin ich in den Hof raus gekommen und zack-schnapp-und-weg. Eh ich mich versah, saß ich im Auto bei diesen dubiosen Leuten, die schon seit mehreren Wochen immer wieder verdächtig um mich herumgeschlichen waren. Das Fieseste an der Sache: Marina (ja, genau DIESE Marina) persönlich hat mich in die fremde Karre reingestopft. Damals wusste ich gar nicht, wie mir geschah. So im nach hinein betrachtet, habe ich den Verdacht, sie wollten mich loswerden: Marina und Andreas fanden sicher schon damals ich würde zu viel fressen und sei zu fett. (Das stimmt absolut nicht, ich habe nur ein SEHR dichtes Fell.)

Aber mal abgesehen von dem Blitz, der dich treffen könnte, sind alles andere nur leere Drohungen. Ich nehme an, auch im Hundebergwerk solltest du schon arbeiten und dann kam der Shuttle-Bus dorthin doch wieder nicht... und außerdem, solange du im Schacht keinen Vertrag unterschreibst, kann dich sowieso keiner zum Arbeiten zwingen!

Noch ein prima Tipp von mir: Lass dir bloß die Himbeeren nicht vermiesen, die sind nicht nur lecker sondern auch super gesund! Außerdem gibt’s im nächsten Jahr dann vorher Erdbeeren und etwas später knackige Kirschen – auch sehr zu empfehlen und leicht zu pflücken. Sind die Himbeeren dann irgendwann alle abgeerntet, so warte noch ein wenig mit Geduld - bald werden Brombeeren, Pflaumen und Äpfel folgen, die tun’s zur Not auch. Sollten Marina und Andreas dir die Vitamine nur spärlich zuteilen oder gar missgönnen, dann hilft nur eins: Kaufe dir irgendwo eine Menschen-Oma und lasse sie auf euerm Hof einziehen. Ich garantiere dir: Von ihr bekommst du ALLES. Omas lesen Wolfshunden jeden Wunsch von den Augen ab und das klappt immer wieder, mehrmals täglich (ach, was rede ich; mehrmals stündlich) – GARANTIERT!!! Ich weiß, wovon ich rede.

Aber auch den Rest meiner Menschen-Familie habe ich gut im Griff. Ich glaube, bin die ungekrönte Königin hier (vermute aber mal, meine Krönung steht kurz bevor). Auch du kannst das schaffen, vorausgesetzt, du willst die Erziehung deiner Menschen nicht all zu auffällig durchsetzen und verzichtest auf die Brechstangen-Methode. Bedenke stets: Gut Ding will Weile haben und schließlich sind wir Wolfshunde doch die meister der Geduld. Also: alles schön Schritt für Schritt umkrempeln und steter Tropfen höhlt den Stein!

So, ich muss jetzt. Mittagsschläfchen und so ... denn natürliche Schönheit kommt nun mal von innen.

Lass es dir gut gehen und grüß alle schön von mir. Vielleicht lernen wir uns ja mal persönlich kennen (dann überreiche ich dir mein Buch „1000 GUTE TIPPS für Menschenbesitzer – Ein Ratgeber für Jederhund“).

Herzliche Grüße

Kyra


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